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Dienstag, 23. Oktober 2018

Bruce Greenwald - 'Value Investing - From Graham to Buffett and Beyond'

Bruce Greenwald - 'Value Investing - From Graham to Buffett and Beyond'

Mein letztes 'Auf dem Weg zur Arbeit'-Buch war 'Value Investing - From Graham to Buffett and Beyond'. Dabei handelt es sich um einen knapp 300-seitigen Mix aus einer akademischen + gleichzeitig doch praxisnahen Betrachtung des Themas Value Investing sowie der Vorstellung von 8 ausgewählten Value Investoren. Das Buch erschien 2001 und wurde hauptsächlich vom bekannten Columbia University-Wirtschaftsprofessor Bruce Greenwald verfasst.

Zum Buch:

Auf den ersten 150 Seiten stellt Bruce Greenwald seine Sichtweise auf das Thema Value Investing vor. Er geht dabei vor allem darauf ein, wie sich der Wert eines Unternehmens zusammensetzt (=Asset Value + Earnings Power Value + Value of Growth) und welche Möglichkeiten es gibt, einen Näherungswert für diesen Gesamtwert zu bestimmen. Für eine Kauf- und Verkaufentscheidung ist dieser Wert dann mit dem aktuell am Markt aufgerufenen Preis zu vergleichen, wobei man - da es ja nur ein Näherungswert ist - eine sogenannte Sicherheitsmarge mit einfließen lassen sollte.

Anhand verschiedener 'echter' Fallbeispiele wie Hudson General, WD-40 und Intel geht er auf die verschiedenen Bestandteile des Gesamtwertes eines Unternehmens ein. D.h. bei Hudson General nimmt er die Bilanz auseinander (inkl. versteckter Assets), bei WD-40 bestimmt er den Earnings Power Value und bei Intel zeigt er, wie man dem Wachstum eines Unternehmens einen Wert zuweisen kann. Die gewählten Beispiele machen seine Herangehensweise relativ transparent, zeigen aber auch, dass eine Unternehmensanalyse in Summe dann auch recht umfangreich werden kann. Etwas verwirrend fand ich teilweise seine -verzeiht den Ausdruck - 'Korinthenkackerei' wo er hier mal 0.6 Mio. wegrechnet und da mal wieder hin um dann am Ende eine 'Bereinigung' des Näherungswertes von vielleicht einem Prozent zu erreichen. Kann man machen - muss man aber nicht.

Auf den letzten knapp 150 Seiten stellt er die Arbeitsweisen folgender (mehr oder weniger) bekannten Value Investoren vor: Warren Buffett (v.a. über Auszüge aus seinen Aktionärsbriefen), Mario Gabelli, Glenn Greenberg, Robert Heilbrunn, Seth Klarman, Michael Price, Walter + Edwin Schloss und Paul Sonkin. Diesen Teil fand ich auch sehr interessant, da man noch einmal schwarz auf weiß gezeigt bekommt, dass innerhalb der Disziplin des Value Investing auch 'Mehrere Wege nach Rom führen'.

Fazit:

Mir hat das Buch recht gut gefallen. Vor allem die Beschreibung der Arbeit der mir (bis auf die Namen) eher unbekannten Investoren fand ich sehr interessant. Buffett, Gabelli, Klarman und die Schlosses waren mir schon bekannt, aber auch die Herangehensweisen der anderen Investoren (und vor allem ihre Track Records wie z.B. die 25 % p.a. von Greenberg von 1984-2000) waren sehr nett zu lesen. Teilweise verliert er sich ein wenig zu sehr in Details und die Vorstellung von Buffett war für meinen Geschmack etwas zu umfangreich (wenn man dessen Biographie bzw. andere Zusammenfassungen seiner Aktionärsbriefe schon gelesen hat), aber das sei ihm verziehen. Die knapp 12 Euro, für die man es bei Amazon gebraucht erstehen kann, sind aber auf jeden Fall gut investiert.

Von Bruce Greenwald gibt es auf Youtube übrigens zahlreiche interessante Videos. Hier z.B. einmal ein interessantes Interview mit ihm (damit man mal ein Bild zum Namen vor Augen hat):

Sonntag, 19. August 2018

Charlie Munger - 'Poor Charlie's Almanack - The Wit and Wisdom of Charles T. Munger'

Charlie Munger - 'Poor Charlie's Almanack - The Wit and Wisdom of Charles T. Munger'

Zu Charles Munger:

Für diejenigen, die Charles Munger nicht kennen: er ist ein 1924 geborener Amerikaner, Rechtsanwalt, Investor und der Vize bei Berkshire Hathaway - der Investmentholding von Warren Buffett. Bekannt ist er vor allem für die Aussage 'I have nothing to add', welche die Besucher der Berkshire-Hauptversammlungen nach Buffett-Monologen in der Vergangenheit des Öfteren zu hören bekamen. Allgemein anerkannt ist sein positiver Einfluss auf Buffett. Er lenkte dessen Investmentverhalten in andere Bahnen und im Endeffekt führte das dazu, dass Berkshire zu dem wurde, was es heute ist. D.h. kein Textilunternehmen und keine Sammlung von Zigarrenstummel mehr, sondern eine Holding von hervorragend geführten, profitablen Unternehmen, erfolgreichen Geschäftsmodellen und damit einhergehend mit auch zukünftig hohen Überlebens- und Wachstumschancen bei eingeschränktem Risiko.

Munger ist extrem belesen. Folgendes Zitat aus dem Buch 'Poor Charlie's Almanack' fasst dies sehr gut zusammen: "In my whole life, I have known no wise people (over a broad subject matter area) who didn't read all the time - none, zero. You'd be amazed at how much Warren reads - and at how much I read. My children laugh at me. They think I'm a book with a couple of legs sticking out." Es gibt zwar einige Bücher über Charles Munger, aber nur wenige Bücher von ihm. Und das bekannteste davon ist sicherlich 'Poor Charlie's Almanack', welches es in einer 'normalen' Auflage gibt (in blau) und auch in einer verkürzten Fassung (in grün). Ich hatte mir die verkürzten Fassung gekauft.

Zum Buch 'Poor Charlie's Almanack - The Wit and Wisdom of Charles T. Munger':

Munger war und ist ein großer Bewunderer des Gründervaters, Verlegers, Erfinders, Wissenschaftlers, Diplomaten und Geschäftsmannes Benjamin Franklin, welcher vielen durch seine Abbildung auf dem 100-Dollar-Schein bekannt sein dürfte. Dieser veröffentlichte ab 1732/33 ein Jahrbuch namens 'Poor Richard’s Almanack', in dem er allerlei Lebensweisheiten einfließen ließ. Was lag für Munger also näher, sein Wissen und seine Ansichten auch in einer an 'Poor Richard’s Almanack' angelehnten Art und Weise zu veröffentlichen. Dies erfolgte dann in 2005 als 'Poor Charlie's Almanack - The Wit and Wisdom of Charles T. Munger'.

Auf 240 Seiten wird extrem humoristisch aber gleichzeitig auch lehrreich auf seinen Einluss auf Buffett, seine Ansichten im Bezug auf Investments und die menschliche Psychologie eingegangen. Den Hauptteil des Buches machen 4 Vorträge aus, welche er an diversen akademischen Einrichtungen wie Harvard, der University of Southern California oder Stanford gehalten hatte. Der 4. und längste Vortrag namens 'The Psychology of Human Misjudgement' stellt dabei eine Zusammenfassung von 3 separaten Einzelvorträgen dar.

Neben Investmentthemen werden auch viele allgemeine Dinge besprochen, wie z.B. wie man Erfolg im Leben haben wird (u.a. durch das Fernhalten von bewusstseinsverändernden Substanzen und durch das gelegentliche (oder doch eher ständige) Betrachten von Problemstellungen aus anderen Blickwinkeln - ich sage nur 'Invert, always Invert') oder aber wie sich bestimmte Verhaltensweisen von Menschen erklären, beeinflussen und ausnutzen lassen (25 tendencies).

Die Art und Weise, wie die Aussage und Vorträge innerhalb des Buches verarbeitet werden, hat mir sehr gut gefallen. Es gibt extrem viele Abbildungen und Karrikaturen, welche einerseits unterhaltend und auflockernd, aber gleichzeitig auch erläuternd wirken. Das macht das Buch insgesamt extrem abwechslungsreich und regt dazu an, es doch immer mal wieder in die Hand zu nehmen und darin herumzublättern. Witzig fand ich, dass es bekannte Schreibfehler ins Buch geschafft haben: auf S. 52 hat doch tatsächlich jemand Buffett mit lediglich einem t geschrieben - ein Fehler, der sich bis in die heutige Zeit gerettet hat :-) Auf den letzten Seiten wird auch noch einmal Mungers Leben zusammengefasst dargestellt mit diversen wichtigen Ereignissen wie z.B. seinem ersten Treffen mit Buffett 1959 bei einem Dinner der Familie Davis.

Fazit:

Das Buch ist nicht ganz billig und nicht wirklich handlich, aber gleichzeitig Pflichtliteratur. Ich habe es bis jetzt mehrmals durchgeblättert, einmal gelesen und werde es wohl auch in Zukunft immer mal wieder in die Hand nehmen. Insgesamt gesehen also absolut empfehlenswert.

Freitag, 10. November 2017

Warren Buffett-Biographie "Das Leben ist wie ein Schneeball" von Alice Schröder

Warren Buffett-Biographie "Das Leben ist wie ein Schneeball" von Alice Schröder

Ich habs geschafft, mich zum zweiten Mal durch die 1000+-Seiten-Biographie von Warren Buffett zu arbeiten und muss sagen, dass es eine der besten Biographien ist, die ich bisher gelesen habe. Eins vorweg: wer lernen möchte, besser zu investieren, dem seien eher Warren Buffetts kostenlos verfügbare 'Briefe an die Aktionäre' ans Herz gelegt bzw. Lawrence A. Cunningham's Kurzzusammenfassung derer namens 'Die Essays von Warren Buffett: Die wichtigsten Lektionen für Investoren und Unternehmer'. Wer aber herausfinden möchte, warum Warren so ist, wie er ist (er ist schon irgendwie ein wenig freaky - siehe hier), der kann dies ansatzweise durch 'Das Leben ist wie ein Schneeball' tun.

Zur Autorin:

Die Autorin Alice Schröder veröffentlichte das Buch erstmals Ende September/Anfang Oktober 2008. Ich las die 3. Auflage aus dem Jahr 2010, welche noch ein weiteres Kapitel zur Finanzkrise enthält, die ja Ende 2008 noch in vollem Gange war. Schröder selbst war nach ihrem MBA-Abschluss einige Zeit in der Finanzindustrie tätig und ab 1993 als Finanzanalystin für Versicherungsunternehmen. So kam sie dann in Kontakt mit Buffett. Mit diesem arbeitete sie dann ab 2003 an der genannten Biographie. Dabei verbrachte sie knapp 2000 Stunden mit ihm und führte zusätzlich Interviews mit über 250 beteiligten Personen. Dieser Aufwand lässt sich im Buch selbst wiederfinden, welches über 1000 Seite stark ist und dessen Fußnoten allein mehr als 100 (!) Seiten ausmachen.

Zum Inhalt:

Das Buch beginnt mit einem Kapitel über die Sun Valley-Konferenz in 1999. Zu dieser Zeit kritisierten viele Leute Buffetts Investmentstil als altmodisch und führten seine leicht hinter dem Markt zurückgebliebenen Resultate der vorangegangenen Jahre/Monate darauf zurück, nicht bei der großen Party namens 'Das Internet ist die Zukunft' mitzumachen. Diesen sagte er sinngemäß, dass die Realität auch sie einholen wird und dass es unmöglich ist, dass die Aktienkurse dauerhaft losgelöst von den harten Fakten (sprich Umsätzen, Gewinnen und Cashflows) agieren können. Der Höhepunkt dieser 'Losgelöstheit' folgte zwar erst noch im März 2000, aber im Nachhinein hatte er mit seinen Aussagen, die er damals getroffen hatte, Recht, wie wir jetzt wissen.

Es gab vorher und nachher immer wieder Leute, die sich über Buffett lustig gemacht haben (hier z.B. einmal ein Buffett-Bashing-Video von Jim Cramer aus 2009), aber bisher hatte er doch meist das bessere Ende auf seiner Seite. Von daher bin ich z.B. auch voll bei ihm, wenn er zur aktuellen Bewertung an den Märkten sagt, dass sie mit den aktuellen Gegebenheiten nicht zu hoch sind. Aber das nur am Rande.

Ab Kapitel 6 beginnt die eigentliche Biographie. D.h. hier wird beschrieben, wie Buffett seine Kindheit verbrachte (in Omaha, Nebraska - wo er auch jetzt noch/wieder lebt) und aus welchen Verhältnissen er stammt. Sein Vater war Aktienbroker und wurde hart von der Weltwirtschaftskrise ab 1929 getroffen. Später war er republikanischer Kongressabgeordneter und damit verantwortlich dafür, dass Buffett sein geliebtes Omaha zeitweise verlassen musste. Buffett selbst hat noch 2 Schwestern, die mit ihm gemeinsam die nicht wirklich leichte Kindheit mit einer - sagen wir mal eher gefühlskalten - Mutter verbrachten. Es werden diverse Anekdoten aus seiner Kindheit erzählt, die erkennen lassen, dass er wohl schon immer Zahlenmensch und Geschäftsmann war. So kaufte er beispielsweise Sixpacks Cola und verkaufte sie dann einzeln, um einen Gewinn zu erzielen. Oder aber er trug Zeitungen aus, was auch seine Leidenschaft für das Verlagswesen erklärt. Oder aber er machte bereits mit 14 seine erste Steuererklärung, bei der er Uhr-Reparaturkosten und Aufwände für ein Fahrrad geltend machte.

Auch enthalten sind Abschnitte über sein Wirtschaftsstudium an der Columbia University in New York. Dieses absolvierte er z.B. teilweise bei dem von ihm hoch angesehenen Benjamin Graham, dem 'Paten des Value Investing' und (Mit-)Autor der klassischen Investmentbücher 'Security Analysis' und 'The Intelligent Investor'. Für diesen arbeitete er später auch, obwohl dieser ihn initial abgelehnt hatte. Die von Graham favorisierte Art des Investierens (nennen wir es Net-Net-Strategie oder auch CigarButt-Investing) prägte seinen Weg auch lange Jahre und sie war ein Grund dafür, dass er sich irgendwann das Textilunternehmen Berkshire Hathaway aus Neuengland ans Bein band. Nun ja - der Rest ist wie immer Geschichte. Die Class A-Aktie von Berkshire ist mit aktuell über 270.000 $ pro Aktie (!) die mit Abstand teuerste der Welt.

Der Mittelteil des Buches beschreibt Buffetts weiteren Werdegang mit seiner nach ihm benannten Investmentgesellschaft und später nach deren Auflösung mit Berkshire als Haupt-Investmentvehikel. Unter anderem enthalten sind Abschnitte zu Blue Chip, Geico (KFZ-Versicherer), Washington Post, Mrs. B's Nebraska Furniture Mart, American Express, Coca Cola oder den Salomon Brothers. Aus diesen wird ersichtlich, dass auch bei Buffett nicht immer alles glatt lief. U.a. fungierte er bei dem Finanzinstitut Salomon Brothers als Interim-CEO, um sie vor dem Untergang zu bewahren. Das war im Endeffekt schon mal so was wie ein Vorgeschmack auf den 'Lehman Brothers-Untergang', der einige Jahre später folgen sollte. Der 1991 am Salomon Brothers-Skandal beteiligte John Meriwether sollte u.a. in 1997 beim Zusammenbruch des Hedge-Funds Long Term Capital Management auch wieder Buffetts Weg kreuzen.

Zum Ende des Buches hin zeigt sich, dass Buffett auch im hohen Alter noch daran gelegen ist, sein Lebenswerk Berkshire zu vervollständigen und anderen Investoren Wissen zu vermitteln. Den Abschluss des Buches bildet eine Darstellung der Finanzkrise - soweit das zu der Zeit schon möglich war.

Fun Facts zum Abschluss:

  1. Er verdiente als junger Mann u.a. Geld damit, dass er Pinball-Automaten kaufte und in Frisörläden der Stadt aufstellte.
  2. Er gab Abendkurse zum Thema Investing. Einige der Teilnehmer wurden auch Anleger bei ihm und später auch Berkshire-Aktionäre. Die Teilnahme war eindeutig der Lottogewinn der anderen Art.
  3. Seine Liebe zum Verlagswesen war u.a. durch seine enge Freundschaft zur langjährigen Washington Post-Matriarchin Katharine Graham ersichtlich. Unter seinem Management gewann die Zeitung 'The Omaha Sun' in den 70er Jahren einen angesehenen Pulitzer-Preis.
  4. Seit vielen Jahren pflegt er eine enge Freundschaft mit Bill Gates, dem Microsoft-Gründer auch langjährigen reichsten Mann der Welt. Mit diesem spielt er viel Bridge und Gates hat von Buffett viel über Investments lernen können. Den Großteil seines Vermögens hat er an die Bill und Melinda Gates-Stiftung vermacht.
  5. Nach dem Tod seiner ersten Frau Susie heiratete er 2006 seine langjährige Haushälterin Astrid Menks (geboren in Lettland). Diese wurde ihm von seiner Frau Susie vermittelt (Kümmer dich bitte um ihn). Siehe auch hier.
  6. Er hatte früher Probleme vor Anderen zu reden und machte daraufhin Dale Carnegie-Kurse. Ein Zertifikat eines solchen Kurses hängt auch in seinem Büro. Das Carnegie-Buch "Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden" - von einem Bekannten von mir auch das Marienkäferbuch genannt - gehört eigentlich auch zur Pflichtliteratur eines jeden. Aus dem von ihm belegten Kurs resultiert wohl auch Buffetts Einstellung zum Thema Gerechtigkeit. Ich hatte beispielsweise in der Vergangenheit einmal einen Brief mit einem Autogrammwunsch an die Berkshire-Zentrale in Omaha geschickt. Die Autogramme wollte ich für meine Mädels haben, um diese später einmal entsprechend motivieren zu können (schaut mal - Autogramme vom größten Investor aller Zeiten). Dem Brief legte ich sogar 2 Dollar bei für das Rückporto. Irgendwann nach knapp 2 Monaten kam ein Schreiben von Berkshire zurück. An diesem waren die 2 Dollar angeheftet und im Text stand mehr oder weniger, dass Herr Buffett meinem Anliegen leider nicht nachkommen kann, da er sonst alle Anderen auf dieser Welt benachteiligen würde, denen er auch schon einen Autogrammwunsch verwehrt hatte. Warren Buffett wie er leibt und lebt sage ich mal... Leider habe ich das Schreiben nicht mehr.
  7. Für viele ist Warren Buffett der lebende Beweis dafür, dass man auch mit relativ ungesunder Lebensweise alt werden kann. Er macht kaum Sport, trinkt viel (ausschließlich?) Cola und liebt Fast Food + Steaks.
  8. Warren Buffett ist für den Namen dieses Blogs verantwortlich. Nachdem ich Buffettology gelesen hatte, programmierte ich mir ein kleines Werkzeug, welches anhand der darin beschriebenen Bewertungsmethode das Potential von Aktien bemisst. Als Namen wählte ich damals EasyWISA, was für 'Easy Warren Inspired Stock Analyser' steht.
  9. Er ist eine Lernmaschine. Er liest extrem viel (siehe auch hier). Was das angeht, habe ich mich z.B. auch zum Kauf des Buches 'Break Through Rapid Reading' und dem Bau folgender Vorrichtung inspirieren lassen:
    Damit stimmt der Winkel, die Beleuchtung und man kann ein Buch in aufrechter Haltung lesen. Alles wichtige Faktoren, um schnell vorwärts zu kommen. Aber ich schweife ab :-)

Fazit:

Wie schon eingangs geschrieben ist das Buch nicht wirklich dazu geeignet, aus dem Leser einen besseren Investor zu machen, sondern lediglich, ihn Buffett besser verstehen zu lassen. Für Leute, die daran Interesse haben, kenne ich kein besseres, als 'Das Leben ist wie ein Schneeball'. Im Buch sind neben den wirtschaftlichen Vorgängen durchgängig auch viele Informationen privater Natur enthalten. Diese zeigen mir allerdings auch an Buffetts Beispiel, dass man zwar in einem Gebiet richtig gut sein kann (in seinem Falle dem Investieren), aber dass dabei viele andere Sachen auf der Strecke bleiben. Diese zahlreichen Informationen haben bei mir auf jeden Fall zu dem Schluss geführt, dass ich nie wirklich so werden möchte, wie Buffett. Das was er im Geschäft an Genie mitbringt, fehlte ihm viele Jahre auf privater Ebene in hohem Maße. So verließ ihn seine geliebte Frau Susie mehr oder weniger aufgrund seiner emotionalen Beschränktheit und seiner oft sehr kindischen Art. Und auch zu seinen drei Kindern baute er - so zumindest der Eindruck beim Lesen des Buches - erst ein echtes Verhältnis auf, als diese erwachsen waren und eigentlich bereits ihren eigenen Weg gegangen waren. Auch sein ständiges Streben nach Anerkennung von Außen ist nicht so meins. Was diesen Bereich angeht, bin ich eher bei seinem Berkshire-Zwilling Charlie Munger, zu dem ich in Zukunft sicher auch noch mal was schreiben werde.

Für Leute, die lieber kompakte Zusammenfassungen mögen, oder Leute, die gerne mehr über Buffett erfahren möchten, kann ich folgende knapp 1,5 h lange extrem sehenswerte HBO-Dokumentation zu Buffett auf Youtube empfehlen: