Freitag, 22. Juli 2016

IT-Consulting - BigPlayers im Überblick

IT-Consulting - BigPlayers im Überblick

In dieser Woche hat Infosys, ein indisches IT-Beratungsunternehmen, auf den ersten Blick gar nicht so schlechte Quartalszahlen verkündet (hier). Sie wurden trotzdem abgestraft (knapp -10 % auf Wochensicht), da die Umsätze und der Nettogewinn nicht so stark gestiegen sind, wie erwartet. Als Softwareentwickler und ehemaliger Mitarbeiter des Konkurrenzunternehmens Accenture dachte ich mir, dass ich mir doch einmal einen aktuellen Überblick über die Geschäftszahlen einzelner BigPlayer der IT-Beratungsindustrie verschaffe. Dabei habe ich diverse Kennzahlen des indischen Unternehmens Infosys, der amerikanischen Unternehmen Accenture, IBM und Hewlett Packard Enterprises, sowie des europäischen Vertreters CapGemini zusammengetragen. T-Systems als einer der Marktführer in Deutschland kann nicht einzelnen bewertet werden (da Tochterunternehmen von Telekom) und steht daher nur der Info halber mit dabei.

Hier die entsprechende Übersicht:

Hinweis:
Die GuV-Zahlen und Bilanzkennzahlen jeweils in Mrd. $/€. Es wurden jeweils die 2015er Zahlen genutzt, außer für Accenture. Dort sind es die TTM-Zahlen (letzte 4 Quartale). Für T-Systems stammen die spärlichen Angaben aus dem Telekom-Geschäftsbericht. Falls jemand eine bessere Quelle hat, bitte melden.

Was ist mir dabei aufgefallen:

  1. Accenture ist recht stark gewachsen, seit ich sie '09 verlassen habe. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich seit damals fast verdoppelt. Der Kurs verdreifacht.
  2. IBMs Bilanzstruktur ist immer noch gewöhnungsbedürftig mit einer Eigenkapitalquote von lediglich knapp 13 %. Dafür gibt es hier die höchste Eigenkapitalrendite.
  3. EV/EBIT ist bei allen Unternehmen recht identisch - HP einmal ausgenommen. Mit 12-15 aber überall relativ hoch.
  4. Der Free Cashflow ist bei allen Unternehmen kleiner als der Nettogewinn. Und beim FCF habe ich die Ausgaben für Unternehmensübernahmen (anorganisches Wachstum) noch nicht einmal mitgerechnet.
  5. Geringster Goodwill bei Infosys. Daher dort wahrscheinlich am meisten 'organisches' Wachstum.
  6. Eigenkapitalrenditen und Gesamtkapitalrenditen bei allen Unternehmen relativ hoch. Im Allgemeinen schaue ich genauer hin, wenn GK- und EK-Rendite zweistellig sind. Am besten sehen sie in Kombination bei Accenture und Infosys aus.
  7. Die Nettomarge (=Anteil des Nettogewinns am Umsatz) bei Infosys sticht heraus.
  8. Der Umsatz/Mitarbeiter ist bei Infosys am niedrigsten. Das dürfte aber damit zusammenhängen, dass die viele Mitarbeiter Offshore in Indien arbeiten.
  9. Wirklich preiswert auf KGV/KFCF-Basis ist keines der Unternehmen.

Alles in allem würde ich diese Tabelle einmal als Ausgangspunkt für weitere Analysen nehmen. Nicht weiter analysieren werde ich IBM, HP und T-Systems. Obwohl Warren Buffett/Berkshire IBM hält, bin ich damit v.a. aufgrund der Bilanzstruktur und der sinkenden Umsätze noch nie richtig warm geworden. Zusätzlich ist IBM genau wie HP kein reines Beratungsunternehmen, sondern hat auch noch sehr viel Hardwaregeschäft dabei, was nicht so der Burner für die Margen ist. T-Systems fällt raus, da man darin nicht direkt investieren kann und zusätzlich keine von der Deutschen Telekom unabhängigen Geschäftszahlen gefunden werden konnten. Folgen werden also demnächst kurze Analysen von Infosys, Accenture und evtl. CapGemini. Falls euch noch weitere Unternehmen einfallen, schreibt einfach einen Kommentar. Dann kann man sich diese evtl. auch noch anschauen.

Dienstag, 19. Juli 2016

Apple (AAPL) und die Tierwelt - Von Cash-Kühen und Hundehaufen

Apple und die Tierwelt - Von Cash-Kühen und Hundehaufen

Anfang 2007 arbeitete ich in Wien. Ein Kollege namens Alfons kam jeden Morgen mit seiner schwarzen Umhängetasche ins Büro, auf der ein dicker fetter Apple-Apfel aufgeklebt war. Alf selbst war/ist Hobby-Fotograf (siehe hier), Apple-Jünger und erzählte mir, dass der Apple-Vorstandsvorsitzende ein cooles Handy vorgestellt hatte. Dieses würde ab Mitte des Jahres verfügbar sein und er wird sich das auf jeden Fall bestellen. Mein Kommentar dazu damals: "Apple ist echt die einzige Firma mit einer Fangemeinde, die alles kauft - egal zu welchem Preis. Die könnten es sich sogar erlauben, Hundehaufen einzusammeln, ein Apple-Logo darauf anzubringen und es würden sich immer noch genügend Leute finden, die dafür mehr als 100 $ bezahlen würden". Was ich damals schon kannte, war die extreme Kundentreue bei Apple. Mit meinem heutigen Wissen würde ich diese als Moat (Burggraben) bezeichnen. Leider hatte ich dieses Wissen zu der Zeit nicht und unterschätzte neben der Macht der Kundentreue auch völlig das Potential des iPhones. Nokia war zu der Zeit unangefochtener Weltmarktführer bei Handys und ich selbst hatte ein MDA Compact III als Fimentelefon. Dieses hatte schon ein berührungsempfindliches Display, musste aber mit einem kleinen Stift bedient werden, da meine Finger einfach zu dick waren. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie ein solches Gerät die Welt verändern sollte. Die Produkte der Firma mit dem angebissenen Apfel waren mir als Schüler zu teuer, als Student zu teuer und als Berufseinsteiger immer noch. Für mich waren das einfach Geräte für Designfreaks, die zu viel Geld übrig hatten. Zusätzlich liefen die meisten der Computerspiele, die ich damals spielt, nicht darauf und wann immer ich als Windows-Geschädigter mit einem Mac arbeiten musste, war ich genervt, weil ich die Sachen nicht dort fand, wo ich sie vermutete.

Wie sagte Peter Lynch einmal so schön zum Thema Chartanalyse: "Charts are great for predicting the past". Was ihr hier sehen könnt, ist der Chart von Apple seit dem 29.06.2007 (in €). Dies war der Tag, an dem das erste iPhone in den USA auf den Markt kam. Hinweis: Der angezeigte Kurs ist Split-bereinigt. Mitte 2014 wurde ein 1:7-Split durchgeführt. D.h. die Anzahl der Aktien stieg um den Faktor und der Kurs sank um den Faktor 7. Auf jeden Fall hätte jeder, der sich zu dieser Zeit neben dem iPhone für 700 € eine entsprechende Anzahl Aktien gekauft hätte (700 € / 13,05 € / Aktie = rund 53 Aktien) mittlerweile Aktien im Wert von knapp 4.600 € - ohne Dividenden. Zwischendurch hätte man im Zuge der Finanzkrise Ende 2008 noch günstiger einsteigen können. Damals war sogar schon das Nachfolgemodell iPhone 3G herausgebracht worden. Nun ja - hinterher ist man immer schlauer...

Für das hier dargestellte wurde der Begriff Cash Cow erfunden. Als jemand, der gerne Fundamentaldaten analysiert, kann man darin nichts als Schönheit sehen. Starkes Wachstum, ein Cash-Berg, Mega-Umsätze und Nettogewinne, Free Cashflows, der größer als die zugehörigen Nettogewinne sind, Eigenkapitalrenditen jenseits der 30 %. Wo liegt also das Problem, welches dazu geführt hat, dass Apple kurstechnisch in den letzten Monatenein wenig geschwächelt hat? Genau weiß ich es nicht, aber ich nehme folgendes an:

  1. Es ist kein 'Next Big Thing' in Aussicht. Kann sein. Die iWatch war nicht der Bringer. Tortzdem meine Meinung hierzu: Apple hat es geschafft, dann das 'Next Big Thing' herauszubringen, wenn keiner damit gerechnet hat.
  2. Es wird von einer Sättigung des Smarthphonemarktes ausgegangen. Hier könnten die Kritiker recht haben, wie man an den zuletzt leicht gesunkenen Umsätzen und Gewinnen erkennen kann. Allerdings verhält es sich meiner Meinung nach hier so, wie mit der Sättigung des Automobilmarktes: Irgendwann braucht jeder ein neues Smartphone. Sei es wegen einer Spinnen-App, eines Akkus, der nur noch 6 Stunden durchhält, dem fehlenden Speicherplatz oder der Inkompatibilität von 90-Grad-Waschgang und Smartphone. Irgendwann erwischt es jeden. Ich habe mein LG G2 z.B. beim 'In den Arm-Husten' über meine linke Schulter geworfen und das war es dann...
  3. Es sind zwar 230 Mrd. US-Dollar an Bankguthaben und Wertanlagen vorhanden, der Großteil liegt aber im Ausland und würde bei 'Einfuhr' in die USA besteuert werden. Das möchte Apple allerdings vermeiden und nimmt so lieber im Inland Schulden auf, um Dividenden und Aktienrückkäufe zu tätigen. Im Zuge dessen haben sich mittlerweile 69,4 Mrd. an Schulden angesammelt. Meiner Meinung nach wird es irgendwann einen Tax Holiday geben, bei dem Unternehmen die Einfuhr gegen eine niedrige Steuer (z.B. 10 %) durchführen können. Die Frage ist nur wann. Für alle, die sagen, dass es so etwas nicht geben wird, zitiere ich an dieser Stelle einfach mal unseren ehemaligen Finanzminister Hans Eichel, der zur Abgeltungssteuer sagte: "Besser 25 % von X, als 42 % von nix."

Was gefällt mir an Apple?:

  1. Kundentreue: Einerseits aus Überzeugung (Status + technische Vorteile), dann aus biologischen Gründen (der Mensch ist ein Gewohnheitstier) und zuletzt natürlich auch technisch bedingt. Man ist - wenn man die Geräte richtig nutzt - mehr oder weniger im Ökosystem von Apple gefangen.
  2. Das Unternehmen bekommt vielfach quasi kostenlose Werbung. Es gibt viele Webseiten zu Apple, die von extrem vielen Leuten gelesen werden. Auf Focus/Spiegel/Stern etc. gibt es eigene Webseiten, auf denen über Neuigkeiten und Gerüchte berichtet wird. Zusätzlich ist es im Moment z.B. so, dass auf Antenne Bayern (wird täglich von 4 Mio. Menschen gehört) den lieben langen Tag kommt, dass man dort ein nigelnagelneues iPhone für 7,10 € kaufen kann.
  3. Die Geräte sind wirklich gut. Auch wenn ich außer der Aktie noch nie was von Apple gekauft habe, muss ich zugeben, dass sie es technisch drauf haben. Aber sie sind halt nicht die einzigen. Ich persönlich habe z.B. ein Google Nexus 5X und bin mit dem auch extrem zufrieden.
  4. Das Unternehmen schafft es seit vielen Jahren, die Preise hoch zu halten und wird dies meiner Meinung nach auch in Zukunft tun.
  5. Saubere Bilanz. Quasi schuldenfrei. Goodwill relativ niedrig (wenn man bei 5 Mrd. von niedrig sprechen kann).
  6. Extrem profitabel. Free Cashflow > Nettoeinnahmen. Selbst, wenn die Gewinne um 20-30 % niedriger wären, wären sie immer noch besser, als bei den meisten anderen Unternehmen. Wie schon gesagt: Cash-Kuh :-)
  7. Aktienrückkäufe bei günstigen Bewertungen. Die Anzahl an Aktien wurde schon knapp 17 % gesenkt. D.h. mein Anteil am Unternehmen und den zukunftigen Gewinnen ist größer geworden, ohne dass ich selbst Aktien kaufen musste.
  8. Steigende Dividenden bei immer noch recht überschaubaren Auszahlungsquoten. Rendite liegt im Moment so um die 2 %.
  9. Relativ günstige Bewertung: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt nur bei etwa 12 und und das Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis bei ca. 10. Rein theoretisch bedeutet das, dass das pro Jahr eingenommene Geld, welches nicht für das laufende Geschäft benötigt wird, ausgezahlt eine Rendite von knapp 10 % ergeben würde (vor Kapitalertragssteuer).
  10. Hohe Insiderbeteiligung. Tim Cook hat z.B. über 1 Mio. Aktien und sollte daher Interesse daran haben, deren Wert mindestens zu erhalten, wenn nicht sogar zu steigern.
  11. Apple verdient an Sachen, an die man teilweise gar nicht direkt denkt: z.B. am aktuell grassierenden Pokemon-Fieber.
  12. Apple ist eigentlich von niemand Anderem abhängig (außer den Kunden). Von Apple selbst sind viele abhängig.
  13. Anzahl an ausstehenden Optionen überschaubar. Laut letztem 10Q standen im März nur 1.1 Mio. aus.
  14. Berkshire Hathaway hat mittlerweile auch Apple-Aktien. Auch wenn Buffett wahrscheinlich nicht selbst gekauft hat, ist es schon mal beruhigend, die Kollegen mit an Bord zu haben.

Was gefällt mir nicht?:

  1. Die Verschuldungssituation muss im Auge behalten werden. Hoffentlich sieht die Bilanz nicht bald so aus, wie bei IBM mit einer Eigenkapitalquote von lediglich 13 %. Zusätzlich scheinen die Zinsen auch mittlweile für Apple zu steigen. Zuletzt hat man z.B. 1,4 Mrd. $ über Notes eingenommen, auf die 4,15 % Zinsen zu zahlen sind und die 2046 fällig werden.
  2. Hoffentlich steigt Apple nicht ins Automobilgeschäft ein. Dieses ist wesentlich margenärmer, zyklischer und risikoreicher. Dort kann man sich sein Image schneller kaputt machen, wie man denken kann. Siehe auch Tesla im Moment mit seinen Autopilot-Problemen oder VW mit seinen Diesel-Probleme.
  3. SEC-Filings oft nicht so aufschlussreich. Z.B. ist schwer zu erkennen, wie viele 'neue' iPhones verkauft wurden und wie viele 'alte' vom Lager.
  4. Cash-Berg bringt relativ wenig ein.
  5. Negativpresse durch Steuervermeidungstaktiken. Dies betrifft aber alle großen international tätigen Unternehmen (Google, Oracle, Microsoft etc.) und hier ist meine Meinung ganz einfach: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Auch zukünftig wird es Schlupflöcher geben und diese werden auch zukünftig ausgenutzt. Und wenn das Geld bei Apple bleibt/landet, bringt es mir als Aktionär über Dividenden und Aktienrückkäufe mehr, als im amerikanischen/deutschen Staatshaushalt.

Wie sieht als mein Fazit für den Moment aus:
Ich habe Aktien und werde in Schwächephasen (v.a. nach Bekanntgabe von meist immer noch hervorragenden Geschäftszahlen) vielleicht hinzukaufen. Viel Wachstum erwarte ich in naher Zukunft nicht. Die Dividendenrendite ist in Ordnung und somit behalte ich die vorhandene Beteiligung. Komplett neu einsteigen würde ich aber im Moment eher nicht.

Wie immer gilt: Dies ist keine Investmentberatung, sondern lediglich eine Meinungsäußerung. Jeder sollte sich vor der Investition in das genannte Wertpapier selbst informieren. Für die Richtigkeit der genannten Fakten wird keine Gewähr übernommen.

PS: Falls es irgendwann mal Hundehaufen mit Apple-Logo drauf zu kaufen gibt, lasst es mich wissen. Dann würde mich nämlich interessieren, wie weit ich mit meiner Preisprognose entfernt war.

Dienstag, 12. Juli 2016

Mein erster und letzter Beitrag zum Thema Gold

Mein erster und letzter Beitrag zum Thema Gold

Nachdem ich vor kurzem mit einem alten Freund in Kontakt stand und er mir schrieb, dass er sich aus Furcht vor einer aufkommenden Krise und Bargeldabschaffung mit Gold befasst, dachte ich mir, dass ich meine Gedanken zum Thema auch einmal zu Tastatur bringe. Eigentlich halte ich mich bei makroökonomischen Themen, zu denen ich Gold auch einmal zähle, eher zurück, aber da ich in der Vergangenheit mehrfach Bekannten, Freunden und Kollegen meine oft konträre Sichtweise erläuterte, macht es durchaus Sinn, diese mal in größerer Runde zu veröffentlichen. Vielleicht habe ich einen oder mehrere ganz großen Denkfehler, vielleicht schaffe ich es aber auch, dass 'die Andere Seite' eine alternative Sichtweisen zum Thema akzeptiert.

Ein Kollege, der mittlerweile in der Schweiz tätig ist, war (und ist) neben seiner Tätigkeit als großer Verschwörungstheoretiker ein großer Goldfan. Eines seiner Hauptargument war immer, dass Gold einen langfristig gesehen stabilen Wert hat. Die weltweit vorhandene Menge ist im Gegensatz zur Geldmenge nun einmal begrenzt. Und vor knapp 2000 Jahren hat man - genau wie heute auch - für eine Unze Gold etwa 300 Laib Brot bekommen. Dem war so ersteinmal nichts entgegen zu setzen.

Ich erinnerte mich dann aber immer an eine Analogie von Warren Buffett, über die ich einmal gelesen hatte (siehe hier ab S. 18). Darin schrieb er, dass das gesamte auf der Erde vorhandene Gold eingeschmolzen in etwa einen Würfel der Abmaße 20m x 20m x 20m ergeben würde. Zum damaligen Zeitpunkt (2011 kostete die Unze 1750 $) hätte dieser Würfel einen Wert von knapp 9,6 Billionen US-Dollar (9.600.000.000.000) gehabt. Solange man diesen Würfel (oder auch nur einen Bruchteil davon) besitzt, würde man dafür - neben dem Werterhalt - im Laufe der Jahre folgendes bekommen: Nix, keine Zinsen und laufenden Erträge, keine Gewinnsteigerungen, nix. OK, man könnte das Gold ab und an mal aus dem Tresor holen, streicheln, polieren, von oben und unten betrachten. Am Ende wäre es aber immer noch nur ein riesiger Block glänzendes Metall - auch nach vielen Jahren. Buffett stellte sich daraufhin die Frage, was er stattdessen für diesen Geldwert hätte bekommen können und kam zum Ergebnis, dass es die gesamte landwirtschafliche Nutzfläche der USA (ca. 160 Millionen Hektar) wäre, daneben 16 mal Exxon-Mobil (das Öl-Unternehmen) und am Ende hätte er noch 1 Billion übrig. Müsste ich mich jetzt spontan zwischen den beiden Möglichkeiten entscheiden, würde ich wahrscheinlich nicht den glänzenden Würfel nehmen.

Kombiniert man die Laib-Brot-Aussage mit Warren Buffetts Analogie würde beispielhaft folgendes herauskommen:

A) Investor 1 hat im Jahr 1900 eine Unze Gold und könnte mit der Unze Gold 300 Laib Brot kaufen. Er vererbt die Unze Gold an seinen Sohn, der an seinen Sohn und der wieder an seinen Sohn. Dieser geht heute mit der Unze Gold in die lokale Bäckerei namens 'Wir nehmen auch Unzen Gold', bekommt 300 Laib Brot dafür und freut sich, dass sein Uropa damals alles richtig gemacht hat.

B) Investor 2 hat im Jahr 1900 eine Unze Gold und könnte mit der Unze Gold 300 Laib Brot kaufen. Stattdessen verkauft er die Unze Gold, bekommt 18,96 $ dafür (siehe hier) und kauft sich ein (damals noch nicht vorhandenes) ETF auf den Dow Jones Index. Dieser stand am 02.01.1900 bei 68,13 Punkten. Rechnerisch hätte man also 0,278 Anteile bekommen (18,96 Dollar / 68,13 Dollar pro Anteil). Nimmt man den aktuellen Stand von rund 18.000 Punkten, so wären aus den 18,96 $ mittlerweile knapp 5000 $ geworden. Also etwas mehr als 300 Brote. Und das mit einer Weltwirtschaftskrise 1929, 2 Weltkriegen, vielen weiteren Kriegen und einer Finanzkrise dazwischen. Zusätzlich muss man sich vor Augen halten, dass beim 'normalen' Dow Jones noch nicht einmal die zahlreichen Dividenden eingerechnet sind, die man hätte reinvestieren oder auf den Kopf hauen können.

Goldfans werden jetzt natürlich anmerken, dass 'das System' bisher noch nicht zusammengebrochen ist und dass im Falle des Falles die Aktien auch nichts wert sein werden, wenn wieder Tauschhandel angesagt ist. Als Optimist, der ich nun mal bin, denke ich dann aber immer, dass im Falle des Falles schon alles gut wird. Und wenn nicht, dann nützt einem Gold wahrscheinlich auch nicht mehr so viel.

  1. Wird es stärkere geben, die sich dessen bemächtigen werden (siehe Konquistadoren oder aber den Holocaust).
  2. Wird es andere Währungen geben (z.B. Waffen, Wasser und Nahrung), die dann als praktischer angesehen werden. Als Referenz zur Belegung dieser Aussage nennen ich jetzt einfach mal Mad Max (Film), Fallout (Computerspiel) oder The Walking Dead (Serie) :-)

persönliches Fazit: Gold ist langfristig gesehen sicherlich eine bessere Anlage, als Bargeld. An Aktien als Hauptschwerpunkt der langfristigen Wertanlage kommt es aber v.a. auf Grund seiner Nachteile (hier sehe ich Lagerprobleme, Preisfindungsprobleme und Zahlungsverkehrsprobleme) meiner Meinung nach gesehen nicht vorbei. Man sollte nicht in ständiger Angst vor der Zukunft leben, denn genau diese über die Medien geschürten Ängste sind es, die Leute im Endeffekt in überteuerte Anlagen in Immobilien und Edelmetalle drängen.

Dienstag, 5. Juli 2016

Andre Kostolany: 'Die Kunst über Geld nachzudenken'

Andre Kostolany: 'Die Kunst über Geld nachzudenken'

In meinem ersten Post hatte ich das Buch 'Die Kunst über Geld nachzudenken' von Andre Kostolany erwähnt. Es erschien im Jahr 2000, also knapp 1 Jahr nach dem Tod des v.a. in Deutschland recht bekannten Börsenurgesteins, und war gleichzeitig das erste Buch, welches ich persönlich zum Thema Finanzen und Investments geschenkt bekam (vielen Dank nochmal Großer :-)) und gelesen habe.

Andre Kostolany wurde 1906 in Budapest geboren, absolvierte in jungen Jahren eine Ausbildung zum Börsenmakler in Paris und erlebte diverse bekannte Ereignisse hautnah mit (z.B. den Börsencrash 1929, den ersten und zweiten Weltkrieg, den Crash 1997, die Wiedervereinigung etc.). Er bezeichnete sich selbst als Spekulant und war lange Zeit als Kolumnist für Capital tätig. Im Laufe der Jahre erschienen von ihm zahlreiche Bücher, in denen er meist humorvoll Anekdoten aus seiner Spekulationskarriere zum Besten gab oder aber etwas über Börsengeschichte erzählte. Bei ihm las ich z.B. das erste Mal etwas über die Tulpenmanie im 16. Jh. oder aber der Möglichkeit, an sinkenden Kursen verdienen zu können (Shortselling). Kostolany selbst war mir damals durch seinen Besuch in der Harald Schmidt-Show aufgefallen. Heutzutage findet man noch diverse Videos seiner Talkshowbesuche auf Youtube. Eines der besten ist meiner Meinung nach 'André Kostolany - Der "Neue Markt" ist Betrug' - mit 10 min recht kurz und immer noch sehr sehenswert. Hat irgendwie was von Yoda...

In Erinnerung geblieben sind mir aus diesem Buch v.a. folgende Punkte:

  1. Die 4 G's, die ein erfolgreicher Investor (oder in seinem Falle Spekulant) benötigt: Geld, Gedanken, Geduld und Glück
  2. Das Ei des Kostolany: Vereinfachte Darstellung von Börsenzyklen mit ihren Über- und Untertreibungsphasen. Je nach Börsenphase kaufen/verkaufen dabei die Hartgesottenen von den oder an die Zittrigen. Seit dieser Zeit versuche ich ein Hartgesottener zu werden, was mir hoffentlich irgendwann auch gelingen wird.
  3. Der Einfluss der Notenbanken bzw. deren Politik auf die Börse: Kostolany war ein entschiedener Gegner des Goldstandards und z.B. ein Fan von Alan Greespan. Er sah in preiswert zur Verfügung gestelltem Notenbankgeld den entscheidenden Stimulus für kriselnde Wirtschaft (und indirekt festgefahrene Börsen). Mich würde an dieser Stelle einmal interessieren, was er jetzt - etwas mehr als 16 Jahre später - zu der Nullzinzpolitik und der Finanzkrise zu sagen hätte. Was dieses Thema angeht, muss ich oftmals beim Lesen von Ken Fishers Kolumne in FocusMoney an Kostolany denken, denn er war wohl wie Fisher zeitlebens ein großer Optimist.
  4. Seine Verachtung für praxisferne VWLer: Nicht alles, was theoretisch gut klingt, ist es in der Praxis auch.

Zusätzlich hat er einige richtig gute Weisheiten zum besten gegeben, die sich teilweise neben denen von Charlie Munger nicht zu verstecken brauchen. Hier ein kleiner Auszug:

  • Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten - oder umgekehrt.
  • An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muß nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten.
  • Das Verhältnis von Börse und Wirtschaft ist wie das eines Mannes auf einem Spaziergang mit seinem Hund. Der Mann geht langsam vorwärts, der Hund rennt vor und zurück.
  • EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus.
  • Verwenden Sie auf den Aktienkauf ebensoviel Zeit wie auf den Kauf eines Gebrauchtwagens!
  • Die größte Spekulation der Welt wäre es, einen Politiker zu dem Wert einzukaufen, den er hat, und ihn zu dem Wert zu verkaufen, den er sich selbst einräumt.
  • Wer nicht fähig ist, sich selbst eine Meinung zu bilden und selbst eine Entscheidung zu treffen, sollte nicht zur Börse gehen.

Alles in allem lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und ich würde es als 'leichte Kost' oder Einsteigerlektüre bezeichnen. Man muss es als Value Investor nicht unbedingt gelesen haben, schaden tut es aber auch nicht. Es hat den großen Vorteil, dass man es bei Amazon und Ebay im Gegensatz zu viele anderen Büchern für relativ kleines Geld kaufen kann. Wo wir gerade dabei sind: ich biete 123,45 € für eine Originalausgabe von Seth Klarmans 'Margin of Safety' ohne Bibliotheksstempel :-)

Samstag, 2. Juli 2016

Support.com (SPRT) - praktisches Beispiel eines Zigarrenstummels?

Support.com (SPRT) - praktisches Beispiel eines Zigarrenstummels?

Heute möchte ich euch einmal die Firma Support.com vorstellen. Ich bin auf dieses Unternehmen durch einen Hinweis im NetNet-Hunter-Newsletter aufmerksam geworden. Normalerweise vermarktet sich der Kollege Evan Bleker dort immer nur selbst und stellt gefühlt nur japanische Unternehmen vor, die für mich schwierig zu bewerten sind. Doch diesmal nannte er ein Unternehmen, welches - wie der Name schon vermuten lässt - in der IT-Branche beheimatet ist. Was liegt da also näher, als dass ich mir als Softwareentwickler Support.com einmal anschaue.

Firmenprofil:
Das Unternehmen bietet Software und Dienstleistungen rund um das Thema Support/Helpdesks/Servicehotlines an. Ihr Hauptprodukt ist 'Support.com Cloud', welches vorher unter dem Namen Nexus (wie das Google-Smartphone) vermarktet wurde. Ihnen geht es bei ihrem Angebot vor allem um Prozessoptimierung. Mitarbeiter sollen schneller Lösungen für Probleme von Kunden finden (sie nennen das Agent Experience). Damit verbunden ist der sogenannte Guided Paths Designer, bei dem es darum geht, Schrittabfolgen für bestimmte Problemlösungen festzulegen: dies sind quasi die Vorlagen für die Agent Experience. Remote Control ist der nächste Bestandteil ihres Angebots. Damit soll es möglich sein, Kunden z.B. durch Nutzung deren Smartphone-Kameras zu helfen. Bsp: Fernseher zeigt kein Signal an. Dann soll der Kunde mit dem Smartphone ein Bild oder Video von den Anschlüssen machen, so dass der Supportmitarbeiter sieht, wie die einzelnen Geräte verbunden sind. Dies entspricht mehr oder weniger der praktischer Umsetzung des Ausdrucks 'Ein Bild sagt mehr als tausend Worte'. Der letzte Teilbereich nennt sich Interaction Analytics (Auswertung von Daten: d.h. wobei konnte wie schnell geholfen werden, wobei nicht...: Sprich es geht um das Erkennen von Verbesserungspotentialen bei der Interaktion). Wer sich insgesamt näher damit auseinandersetzen möchte, sollte dies durch den Besuch deren Webseite tun. Die Internetadresse (URL) dürft ihr raten :-)

Der gesamte Bereich, in dem sie tätig sind, nennt sich Support Interaction Optimization (“SIO”) und hat ein globales Volumen von 1.3 Mrd $. Es wird eine jährliche Steigerung von 10 % auf 2.6 Mrd in 2020 angenommen. Laut eigenen Aussagen sind sie eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich. Sie bieten ihre Dienstleistungen über die Cloud an.

Vorteile von Cloudlösungen sind ja in den meisten Fällen, dass man von lästigen administrativen Aufgaben befreit wird (z.B. Rechner beschaffen, Software installieren, Skalieren, Backup, Sicherheit, Updates etc.). Als Verwender der Cloudlösung verlässt man sich darauf, dass es funktioniert und dass man sich mehr oder weniger nur um die Nutzung des Programms selbst kümmern muss. In der Theorie klingt das meist sehr gut (Hey. Damit sparen wir uns ja die teuren Rechner, die teuren Administratoren, die teurere Sicherheitsinfrastruktur...). Das Problem ist dann allerdings, dass die Anbieter von Cloudlösungen meist nur anfangs preiswerter sind, aber mit der Zeit teurer werden. Zusätzlich ist man meist von ihnen abhängig. D.h. ein Anbieterwechsel wird - je nach genutztem Angebot - schwierigbis unmöglich. Preisbildungsmacht hat man meiner Meinung nach als Anbieter an dieser Stelle nur, wenn man viele Kunden hat (wie z.B. Amazon mit AWS). Support.com hat allerdings das Problem, dass knappe 75 % der Umsätze über Jahre hinweg schon von lediglich 2 Kunden kommen (Comcast mit 60 % und Office Depot mit 16 %). D.h. hier besteht ganz klar eine Abhängigkeit in die falsche Richtung. Zusätzlich ist das Supportgeschäft meiner Meinung nach ein hart umkämpfter Markt, in dem es schwierig ist, Alleinstellungsmerkmale vorzuweisen. Den Firmen, die diese Bereiche auslagern, geht es nur darum, Kosten zu sparen (Outsourcing nach Bulgarien, Indien oder China).

Geschäftszahlen:
Hier einmal eine Übersicht der letzten Jahre bezüglich Anzahl Aktien, Umsatz, Gewinn/Aktie, Free Cashflow und den Kursen in den jeweiligen Jahren (Daten stammen aus den 10Ks)

Wie man erkennen kann, nimmt die Anzahl an Aktien stetig zu, der Umsatz wurde zwischenzeitlich recht stark gesteigert, Gewinn wurde nur in einem Jahr gemacht, der Free Cashflow war lediglich in 3 Jahren positiv und die Kurse waren extrem volatil. Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2016 sehen auch nicht viel besser aus: Der Umsatz ist von 22m im Vorjahresquartal auf 15m zurückgegangen, es wurde ein Verlust gemacht von 4,3m und auch der Free Cashflow war negativ mit -4,4m.

Nun folgt ein Bild des Grauens: Der Kursverlauf seit deren IPO im Jahr 2000:

Da fällt mir nur eins ein: Autsch. Den Aktionären der ersten Stunden ist mein Beileid sicher. Die meisten Leser werden sich jetzt fragen, warum ich mir ein Unternehmen mit einer solchen Historie und einem solchen Chart überhaupt anschaue. Der Grund dafür ist folgender: Der Kurs war zuletzt 0,87 $ (bzw. 0,79 €). Dies ergibt eine Marktkapitalisierung von 47,8m $. Cash + Wertpapiere aus der letzten Bilanz ergeben 61m, an Forderungen sind 10m vorhanden und die Gesamtverbindlichkeiten betragen 10m $. D.h. das Unternehmen wird ein ganzes Stück unter Netto-Cash gehandelt. Der Enterprise Value ist negativ. Das Eigenkapital beträgt 67m. Das Unternehmen wird somit unter Buchwert gehandelt. Für einen potentielen Käufer würde bei einer Übernahme kein Goodwill entstehen. Es gibt ca. 4,3m ausstehende Optionen. Da deren durchschnittlicher Ausübungspreis allerdings 2,40 $ beträgt, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Zusätzlich gibt es Verlustvorträge in Höhe von 160m $. D.h. sollte das Unternehmen in Zukunft mal wieder Gewinn machen, würde die Besteuerung erst einmal gering ausfallen. Goodwill ist nicht mehr vorhanden, da er im vergangenen Jahr komplett abgeschrieben wurde.

Positive News gab es in der letzten Woche. Auf der Hauptversammlung ist es dem Aktivist-Investor VIEX Capital Advisors, der direkt und indirekt knappe 15 % der Anteile vertritt, gelungen, 5 von 6 Sitzen im Board of Directors besetzen zu können. Demnächst steht wohl ein Wechsel der Vorstandsvorsitzenden an (erst seit 2014 ist es Elizabeth Cholawsky - war vorher Managerin bei Citrix). Ein Aktienrückkaufprogramm - welches bei einer solchen bilanziellen Situation durchaus Sinn macht - soll wohl aufgelegt werden und wenn ich es richtig verstanden habe, wird sich VIEX darum bemühen, zeitnah einen Käufer für das operative Geschäft zu suchen. Der Umsatz von hochgerechnet 50-60m in diesem Jahr ist für einige Unternehmen sicherlich recht verlockend. Manche CEOs bekommen ihre variablen Anteile ja z.B. anhand von erreichten Umsatzsteigerungen... In 2013 wurde zusätzlich gezeigt, dass man durchaus Geld verdienen kann. Alles in allem würde man dafür sicherlich einen Abnehmer finden. Die Frage wäre dann nur, zu welchem Preis.

Hier einmal eine Übersicht bezüglich der Aktienkäufe der Leute, die jetzt wohl das Sagen haben (Quelle):

  • Series One: 3,250,595 für $3,636,312: Durchschnittspreis 1,11$
  • BLR Partners: 3,905,623 für $4,742,648: Durchschnittspreis 1,21$
  • Bradley L. Radoff (einer der gewählten Directors): 875,000 für $1,018,764: Durchschnittspreis 1,16$
  • Joshua E. Schechter (weiterer Director): 100,000 für $109,157: Durchschnittspreis 1,09
  • Richard Bloom (weiterer Director und evtl. bald CEO): 50,000 für $41,325: Durchschnittspreis 0,83 $

Diese Preise sind - bis auf den eher kleinen Kauf von Richard Bloom - allesamt oberhalb des aktuellen Kurses angesiedelt. Und da die Herren (und Damen) sicherlich eher Gewinn als Verlust machen wollen, schätzen sie den inneren Wert des Unternehmens sicherlich auch höher ein, als den aktuellen Kurs.

Meine Bewertung:
Das operative Geschäft würde ich mit knapp 25m $ bewerten (halber Umsatz oder aber 10facher Gewinn, wenn man das Unternehmen optimiert). Nimmt man einmal an, dass es bis zum Verkauf ca. 1 Jahr dauert und in diesem nochmal knapp 10m $ an Cash verbrannt wird, würde dies zusammen mit den dann 50m an Cash + Wertpapieren (+10m Forderungen - 10m Verbindlichkeiten) einen Wert von knapp 75m ergeben - einen knapp 50 prozentigen Aufschlag auf den aktuellen Marktwert. Diese Sicherheitsmarge reicht mir, so dass ich mir in dieser Woche ein paar der Papiere ins Depot gelegt habe. In der Vergangenheit konnte man bei der Firma Balda (jetzt Clere AG) sehen, wie solch ein Investment im besten Falle funktionieren kann. Dort hatte auch ein Geschäftsmann (Thomas van Aubel) durch einen 29%tige Beteiligung das Kommando übernommen, einen eigenen Vorstand installiert, das operative Geschäft veräußert, Sonderdividenden ausgeschüttet, eine steueroptimierte Kapitalherabsetzung durchgeführt und nutzt nun das Restgeschäft als Investmentunternehmen, damit die Verlustvorträge nicht verloren gehen.

DISCLAIMER: Bei der hier vorgestellten Unternehmen handelt es sich um einen ausländischen Pennystock mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 50 Millionen Dollar. D.h. es bestehen neben den Währungsrisiken natürlich auch sonst Verlustrisiken. Die Handelsumsätze an den deutschen Börsen sind sehr gering. Die Daten wurden nach besten Wissen und Gewissen zusammengetragen. Es wird allerdings keine Gewähr für die Vollständigkeit oder Richtigkeit dieser übernommen. Daher sollte jeder nochmals seine eigenen Nachforschungen und Berechnungen vornehmen, bevor er in Support.com investiert!